Wendelinuskapelle Weiher

 
 
Die Entstehung der Wendelinuskapelle
Im 18. Jahrhundert stand an dieser Stelle die Wendelinus-Eiche mit einer Bildtafel des Hl. Wendelinus.
Dieser Ort war nach gesicherter Überlieferung um das Jahr 1760 Schauplatz einer außerordentlichen Errettung eines Hirten mit seiner Herde.
Die Bewohner der Orte trieben mit Erlaubnis des Fürstbischofs von Speyer, zu dessen weltlichem Besitz der ganze Bruhrain gehörte, ihr Vieh auf die Sommerweide in den Lußhardtwald. An einem ungewöhnlich heißen Sommertag wurde die Lußhardt von einem überaus heftigen Unwetter heimgesucht. Der Hirte trieb das Vieh bei der Wendelinus-Eiche zusammen und betete inständig zum Hi. Wendelin. Obwohl die Schäden durch Blitzschlag und Sturm im Wald sehr groß waren, blieb die Viehherde unversehrt. Die Legende berichtet, dass rund um die Wendelinus-Eiche alle stürzenden Bäume nach außen fielen. Die Kunde von diesem Ereignis verbreitete sich rasch, und viele Menschen pilgerten zur Wendelinus-Eiche. In der Folgezeit wurde das Bild am Stamm durch eine Statue ersetzt, die man in eine eingehauene Nische stellte. Über dieser Nische wurde ein Schutzdach angebracht. Darunter stand ein rohgezimmerter Betstuhl.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Wunsch laut, über der Stelle der nunmehr verwitterten Eiche eine Kapelle zu errichten. Mit tatkräftiger Unterstützung des obersten Forstbeamten von Bruchsal, des Herrn von Giradi, erreichte man bei der großherzoglichen Forstdirektion in Karlsruhe die Bauerlaubnis. Das Stammstück mit der Nische und der Figur des Hl. Wendelinus fand in der Kapelle einen ehrenvollen Platz. Am 20. September 1857 weihte der damalige Ortsgeistliche von Weiher, Pfarrer Anton Schweickert, die neuerrichtete Kapelle.
Zum Anfang dieses Jahrhunderts erfolgte eine Erweiterung durch einen Fachwerkvorbau.
 
Alljährlich um den 20. Oktober findet in der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Weiher die Wallfahrt zur Wendelinuskapelle statt.
 
 
Statue in der Kapelle
 
Fresco
 
Wendelinusfigur